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Baby Schluckauf – Tipps und Tricks

Vor allem in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt haben Babys häufiger Schluckauf. Viele Eltern sind dadurch beunruhigt, doch sind die Ursachen harmlos und auch das häufige Hicksen stellt keinen Anlass zur Sorge dar.
Besonderheiten
  • trainiert den Atemreflex
  • fast immer harmlos
  • gleichzeitig Schutzmechanismus
  • geht meist schnell vorüber
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Anders als bei Erwachsenen ist ein Schluckauf bei Babys sehr häufig und stellt keinen Anlass zur Sorge dar. In der Regel ist der niedliche Hickser schon nach wenigen Minuten wieder vorbei.
  • Der Schluckauf bei Babys dient schon im Mutterleib dazu, den Atemreflex zu trainieren. Gleichzeitig ist er ein Schutzmechanismus, damit die Nahrung nicht aus dem Magen zurückfließt.
  • Während man Erwachsene erschreckt oder sich die Nase zuhält, helfen bei Babys sanfte Massagen und Streicheleinheiten genauso gut wie ein Schluck zu trinken. Dann ist der Schluckauf meist schon in wenigen Minuten wieder vergessen.

Wie entsteht ein Schluckauf?

Verantwortlich für einen Schluckauf sind die Atemmuskeln, wobei vor allem das Zwerchfell eine aktive Rolle einnimmt. Kommt es zu einem unkontrollierten Muskelzucken beim Einatmen, verschließt sich auf die Stimmfalte – ein Hickser entweicht. Besonders häufige Ursachen für einen Schluckauf sind

  • schnelle Nahrungsaufnahme
  • längeres Weinen
  • zu kaltes oder zu warmes Essen
  • Verschlucken von Luft beim Trinken
  • Angst, Erschrecken, Aufregung

Gerade Frühgeborene haben überdurchschnittlich häufig einen Schluckauf. Das liegt daran, dass die Lunge noch nicht komplett entwickelt ist und die Atemmuskulatur erst einmal fertig ausgebildet werden muss.

Schluckauf beim Baby nach dem Stillen

Sowohl nach dem Füttern als auch nach dem Stillen kommt es immer wieder zu Schluckauf. Das liegt daran, dass die Zwerchfellmuskulatur noch nicht vollständig entwickelt ist, sodass es immer wieder zum unregelmäßigen Zusammenziehen der Muskeln kommt. Beim Einatmen schließt sich dabei der Kehlkopfdeckel, wodurch die eingeatmete Luft an diesen stößt und den Schluckauf verursacht. Gleichzeitig kann so keine Nahrung aus dem Bauch nach oben steigen. Der Schluckauf ist in diesem Fall nicht nur ein äußerst nützliches Training, sondern verhindert auch, dass sich das Baby verschluckt.

Das Baby hat Schluckauf im Bauch und kurz vor der Geburt

Schon ab der 9. Schwangerschaftswoche kann ein Baby im Buch Schluckauf bekommen. Die Mutter nimmt diesen allerdings erst ab der 28. Woche durch die rhythmischen Bewegungen wahr. Der Auslöser sind Atemübungen, die der Embryo im Mutterleib durchführt und dabei Fruchtwasser durch das Zwerchfell pumpt, um die Muskulatur zu trainieren. In diesem Zusammenhang wird überschüssige Luft herausgepresst und verursacht die Hickser im Bauch der Mutter. Andere Theorien gehen von einer Überdehnung des Magens aus. Fest steht jedoch, dass der Schluckauf den Atemreflex trainiert.

Was tun, wenn das Baby Schluckauf hat?

Das Baby selbst empfindet den Schluckauf meist nicht als unangenehm, sondern hat sich ja schon im Mutterleib daran gewöhnt. Zudem hört der Schluckauf früher oder später ja ohnehin wieder von allein auf. Willst du dennoch etwas gegen den Schluckauf deines Babys tun, versuche Folgendes:

  • Nach der Mahlzeit hilft es, das Baby ein kräftiges Bäuerchen machen zu lassen.
  • Biete deinem Baby einen Schluck zu trinken an.
  • Sorge durch das Vorsingen, Streicheln oder sanfte Massagen für Entspannung.
  • Sorge für ausreichend warme Kleidung. Im Bett kann ein Kirschkernkissen die Entspannung des Zwerchfells fördern.
  • Drücke sanft das Knie des Babys zur Brust hin.
  • Pustest du deinem Baby sanft ins Gesicht, ändert es seinen Atemrhythmus und der Schluckauf verschwindet ganz von allein.
  • Hat das Baby immer beim Stillen einen Schluckauf, kann ein warmes Tuch auf dem Bauch eine vorbeugende Maßnahme sein.

Im Schlaf

Da der Schluckauf mit dem Atmen zusammenhängt, kann es auch vorkommen, dass dein Baby im Schlaf einen kleinen Hickser hat. Vor allem beim Einschlafen und Aufwachen verändert sich der Atemrhythmus, sodass die Wahrscheinlichkeit für einen Schluckauf hier besonders hoch ist. Manchmal hilft hier ein warmes Kirschkernkissen, um das Zwerchfell zu beruhigen.

Anlass zur Sorge?

In der Regel ist ein Schluckauf beim Baby sehr harmlos und verschwindet meist schon nach wenigen Minuten wieder. In einigen Fällen kann es allerdings dennoch hilfreich sein, einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren.

  • Das Baby hat Bauchschmerzen.
  • Es spuckt Blut oder hat einen starken Husten.
  • Der Schluckauf mit der Einnahme eines Medikaments begonnen hat.
  • Der Schluckauf länger als 3 Stunden andauert.

Weiterführendes

Dieser Arzt erklärt dir, woher der Schluckauf kommt:

Das sind die besten Tipps für das Baby-Bäuerchen:

Die Tipps helfen gegen Schluckauf beim Baby:

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