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Wachstumsschub Baby – sprunghafte Entwicklung in den ersten Lebensmonaten

Die Entwicklungsschübe von Babys in den ersten Monaten ihres Lebens sind erstaunlich. Vor allem in den ersten 14 Monaten gibt es regelrechte Schübe, die sich neben dem Wachstum durch eine sprunghafte kognitive und motorische Entwicklung auszeichnen. Auch ist der Umgang mit den Kleinen in dieser Zeit oft anstrengender als gewohnt. Wir haben die acht Entwicklungsschübe im Überblick zusammengefasst.
Besonderheiten
  • erster Wachstumsschub: 5. Lebenswoche
  • sprunghafte kognitive Entwicklung
  • nicht unbedingt in der Größe messbar
  • typische Anzeichen beachten
Das Wichtigste zusammengefasst
  • In den ersten 14 Lebensmonaten macht das Kind insgesamt acht Wachstumsschübe mit. Der erste setzt ab der 5. Lebenswoche ein.
  • Die Schübe zeichnen sich weniger durch das körperliche Wachstum als vielmehr eine sprunghafte Entwicklung in den motorischen und kognitiven Fähigkeiten aus.
  • Den Schüben gehen jeweils typische Anzeichen voraus. Mit dem Schub einher geht oft ein Kind, das anstrengender und schwieriger ist als gewohnt.

Was ist ein Wachstumsschub beim Baby?

Ein Neugeborenes kommt hilflos und unbeholfen auf die Welt. Erst im Lauf der Zeit eignet es sich wichtige Fähigkeiten an. Diese wichtigen Etappenziele machen sich in den sogenannten Wachstumsschüben bemerkbar.

Allerdings ist der Begriff durchaus etwas irreführend, denn ein solcher Schub hat wenig mit dem körperlichen Wachstum zu tun. Vielmehr macht die kognitive und motorische Entwicklung hier einen deutlichen Sprung. Konkret bedeutet das Entwicklungen in den Bereichen:

  • Motorik der Hände
  • kognitive Entwicklung
  • Entwicklung von Lauten und Sprache
  • Soziale Fähigkeiten
  • Körpermotorik

Parallel zu einem Wachstumsschub entwickelt sich auch das Gehirn des Babys und es bilden sich neue Nervenzellen, die sich vernetzen. Das führt dazu, dass ein Baby innerhalb seines ersten Lebensjahres die Größe seines Gehirns verdoppelt.

An diesen Symptomen erkennst du einen Wachstumsschub

Einen Wachstumsschub erkennst du vor allem daran, dass dein Baby in dieser Zeit etwas anstrengender ist als gewohnt. Schließlich nimmt es plötzlich neue Dinge wahr, die es anfangs noch nicht einordnen kann. Diese Veränderung wirkt erst einmal bedrohlich und erschreckend. Oft geht damit einher auch ein gesteigerter Appetit, was gerade für stillende Mütter sehr anstrengend sein kann. Weitere mögliche Anzeichen eines solchen Wachstumsschubes sind:

  • das häufigere Schreien
  • ein unruhiger oder schlechterer Schlaf
  • eine sensiblere Reaktion auf die Umwelt
  • ein Bedürfnis danach, getragen zu werden
  • geringere Frustrationstoleranz
  • allgemeine schlechte Laune und Quengeln
  • geringerer Appetit

Wann ist mit einem Wachstumsschub zu rechnen?

Natürlich entwickelt sich jedes Baby individuell und bei einigen Kindern setzt der Wachstumsschub damit früher ein als bei anderen. Grob kannst du dich jedoch an folgenden Angaben orientieren:

  • 1. Wachstumsschub: ab der 5. Woche
  • 2. Wachstumsschub: ab der 8. Woche
  • 3. Wachstumsschub: ab der 12. Woche
  • 4. Wachstumsschub: ab der 19. Woche
  • 5. Wachstumsschub: ab der 26. Woche
  • 6. Wachstumsschub: ab der 37. Woche
  • 7. Wachstumsschub: ab der 46. Woche
  • 8. Wachstumsschub: ab der 55. Woche

Welche Wachstumsschübe gibt es bei Babys?

Die acht Wachstumsschübe unterschieden sich durch ihre Merkmale – und damit auch deinen Handlungsmöglichkeiten, um deinem Baby die optimale Sicherheit in dieser Phase zu bieten.

WachstumsschubLernprozessVerhaltenMöglichkeiten
1.
  • höhere Aufmerksamkeit
  • Wahrnehmung der Umwelt
  • Lächeln und Glucksen
  • unruhiger Schlaf
  • größerer Appetit
  • sucht Nähe
  • ist weinerlicher
  • häufigeres Stillen
  • viel tragen
  • Wärme und Körperkontakt
  • gewohnte Abfolgen schaffen
2.
  • Farbensehen
  • Sinne schärfen sich
  • Kopf heben in Bauchlage
  • fremdeln
  • suchen Nähe der Mutter
  • Brabbeln
  • Kopfumfang nimmt zu
  • Spielzeug, das die Sinne reizt
  • Geborgenheit und Körperkontakt
3.
  • Sozialverhalten
  • zielgerichtetere Bewegungen
  • viele Laute
  • größerer Appetit
  • unruhiger Schlaf
  • das Baby klammert
  • Dauernuckeln
  • mit dem Baby sprechen
  • anlächeln
  • Rituale
  • kindersicheres Umfeld schaffen
4.
  • Muskelaufbau
  • erster Zahn
  • orale Phase setzt ein
  • Wahrnehmung fließender Übergänge, nicht mehr nur abgehackter Bewegungen
  • viel Hunger
  • unruhiger Schlaf
  • extremes Wachstum
  • manche Babys werden sehr ruhig
  • andere werden launisch
  • feste Rituale zur Tagesstrukturierung einführen
5.
  • Ahnung von Ursache und Wirkung
  • neue Laute
  • Entwicklung von Gefühlen
  • zunehmendes Protestieren
  • Interaktion mit der Umwelt
  • starkes Fremdeln
  • Verlustängste
  • viel mit dem Baby sprechen
  • Tragetuch nutzen
6.
  • lernt Krabbeln
  • Erforschen der Umwelt
  • neue Fähigkeiten des Sprachapparates
  • großer Appetit
  • Grenzen testen
  • Entdeckungsdrang
  • schlechter Schlaf
  • neue Geschmacksrichtungen anbieten
  • Freiheiten lassen, damit das Baby die Neugierde stillen kann
  • Bücher zum Fühlen oder Aufklappen
7.
  • Krabbeln, Sitzen und auch Klettern
  • erste Schritte
  • Verständnis von Zusammenhängen und Reihenfolgen
  • Selbstbeschäftigung
  • launisch, weinerlich und Hang zu Wutanfällen
  • suchen Nähe
  • zunehmende Eigenständigkeit
  • sicheren Rückzugsort schaffen
  • in Geduld üben
  • auf Handlugen reagieren
8.
  • das Baby lernt Laufen
  • Verständnis, dass Abfolgen auch variieren können
  • Frust und Wut
  • häufigeres Fremdeln
  • unruhiger Schlaf
  • Nähebedürfnis
  • Konsequenz ist gefragt
  • Grenzen setzen
  • Rituale schaffen
  • vielseitige Beschäftigungsangebote

Wachstumsschub beim Baby – wie lange dauert er an?

Die Dauer eines solchen Schubs kann sehr unterschiedlich sein. Häufig liegt sie bei etwa einer Woche, doch kann sie sich auch wesentlich länger erstrecken. Vor allem der 4. Wachstumsschub ab der 19. Woche kann sich durchaus auch über vier bis sechs Wochen hinziehen. Allerdings macht sich dieser auch besonders drastisch bemerkbar: Dein Kind entwickelt sich in dieser Zeit von einem Säugling zu einem selbstbewussten Kleinkind.

Ein Wachstumsschub kann Probleme beim Stillen verursachen

Mit jedem Wachstumsschub steigt der Energiebedarf des Babys. Die Folge ist oftmals ein größerer Appetit. Die Mutter hat so oft das Gefühl, dass die Milch nicht ausreicht. Es ist jedoch sinnvoll, dennoch auf das Zufüttern zu verzichten und einfach weiterzustillen. Die Milchproduktion passt sich ganz automatisch an den höheren Bedarf an und nach wenigen Tagen hat sich das Problem auf ganz natürliche Weise erledigt.

Wachstumsschub Baby – Rechner

Im Internet gibt es verschiedene Rechner, mit denen du ermitteln kannst, ob sich dein Baby gerade in einem Wachstumsschub befindet. So kannst du auffälliges Verhalten vielleicht eher einordnen. Gleichzeitig sollte ein solcher Rechner allerdings nur als grober Richtwert genutzt werden, da sich jedes Baby anders entwickelt und ein erhöhtes Quengeln und Schreien vielleicht auch andere Ursachen hat.

Weiterführendes

In diesem Video erklärt dir eine Mutter die verschiedenen Wachstumsschübe:

Auch ohne sprechen zu können, teilen sich Babys in den ersten Wochen und Monaten ihres Lebens mit. Das wollen dir die Kleinen durch Mimik und Gesten sagen:

Der 4. Wachstumsschub ab der 19. Woche gilt als einer der deutlichsten. Hier erklärt dir ein Vater, wie du ihn erkennst:

und wie du dein Kind in dieser Zeit fördern kannst:

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