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Schnuller für Neugeborene – empfehlenswert oder nicht?

Schnuller für Neugeborene Viele Eltern glauben, dass sich ihr Baby nur mit einem Schnuller oder dem Daumen beruhigen lässt. Immerhin ist der Saugreflex angeboren und bereits Neugeborene nuckeln selbstverständlich vor sich hin. Beim Saugen werden im Körper deines Babys Hormone ausgeschüttet, die beruhigend wirken und seine Verdauung ankurbeln. Du solltest allerdings ein paar Dinge beachten.
Besonderheiten
  • weiches Material
  • Kirschform ist beliebt
  • der Brustwarze nachempfunden
  • gut belüftet

Schnuller für Neugeborene Test & Vergleich 2019

Der Schnuller sollte bewusst als Accessoire oder probates Mittel zur Beruhigung im ersten Lebensjahr eingesetzt werden, aber nicht als Dauerlösung um das Baby ruhig zu stellen. Zwar gibt es verschiedene Meinungen darüber, ob ein Neugeborenes an der Brust oder mit dem Schnuller einschlafen sollte. Das solltest du aber ganz allein für dich entscheiden – so wie es dir am besten in den Tagesablauf passt und deinem Kind gut tut. Bei der Wahl des richtigen Schnullers kommt es darauf an, aus welchem Material er gefertigt ist, wie seine Beschaffenheit ist und ab welchem Alter er verwendet werden kann.

Die Form des Schnullers – abhängig vom Kind

Es gibt Schnuller in unterschiedlichsten Formen und mit verschiedensten Bezeichnungen. Sehr bekannt ist die runde Form, auch Kirschform genannt. Sie ist der Brustwarze nachempfunden, mit einer runden Saugteilspitze, durch die der Schnuller nie verkehrt herum im Mund sein kann. Durch die natürliche Form soll die Saugverwirrung verhindert werden, jedoch ist diese Form nicht besonders zahnfreundlich und kiefergerecht. Deshalb ist sie eher für Neugeborene geeignet und wir von größeren Kindern eher abgelehnt.

Schnuller mit symmetrischem Saugteil liegen ebenfalls immer richtig herum im Mund und haben eine abgeflachte Saugspitze. Dank dieser wird der Druck auf Zähne und Kiefer verringert.
Außerdem gibt es noch die kiefergeformten Schnuller, die ebenfalls an den Kiefer von Babys und Kleinkindern angepasst sind. Die Saugspitze ist hierbei nach oben abgeflacht und hat daher besser im Mundraum Kontakt.

Prinzipiell lässt sich jedoch keine Schnullerform für jedes Kind empfehlen, da manche Kinder bestimmte Formen ablehnen, sodass du es mit einem anderen Schnuller probieren musst. Andere wiederum mögen überhaupt keinen Schnuller, ganz egal welche Form er hat. Du kannst ruhig mehrere Formen ausprobieren, solltest aber nach einer Weile akzeptieren, dass dein Neugeborenes kein Schnuller-Fan wird.

Das Material des Schnullers – Silikon ist unkompliziert

Schnuller gibt es hauptsächlich aus Latex oder aus Silikon. Latex ist hierbei ein Naturprodukt, besteht aus Naturkautschuk und ist besonders am eher gelblichen Farbton zu erkennen. Es hat einen eigenen Geschmack und Geruch und ist besonders strapazierfähig. Das Naturprodukt hat jedoch den Nachteil, dass es durch Nutzung und Lagerung schneller altert. Nach und nach quillt das Material auf und wird spröde oder klebrig. Du solltest den Schnuller dann umgehend austauschen. Wie schnell das passiert, hängt von der Häufigkeit ab, mit der dein Kleines den Schnuller benutzt. Prüfe also am besten vor jeder Benutzung, ob der Schnuller noch gut aussieht.

Wichtig: Ein Latex-Schnuller eignet sich natürlich nicht, wenn dein Kind eine Latexallergie hat. Diese erkennst du beispielsweise daran, dass seine Lippen nach Benutzung des Schnullers anschwellen oder dass es rund um den Mund herum zu Ausschlägen und Juckreiz kommt.

Bei Silikon handelt es sich um ein industriell hergestelltes Material, das transparent sowie geschmacks- und geruchsneutral ist. Silikon ist sehr temperaturbeständig und verändert sich auch bei häufigem Auskochen und Desinfizieren nicht. Es wird trotz Sonneneinstrahlung nicht spröde und ist daher länger haltbar als Latex. Allerdings ist Silikon nicht so weich und elastisch und kann daher leichter reißen. Prüfe vor jeder Benutzung, ob der Sauger noch in Ordnung ist und tausche ihn aus, falls Risse oder Löcher sichtbar werden.

Tipp: Aus hygienischen Gründen sollte jeder Schnuller nach zwei bis drei Monaten ausgetauscht werden. Da dein Baby dann kein Neugeborenes mehr ist, kannst du auf eine andere Form und Größe umsteigen, wenn du das möchtest.

Schnuller und Stillen – klappt nicht immer

Vor allem wenn du dein Baby stillst, solltest du die Benutzung des Schnullers noch einige Wochen hinauszögern. Es ist sinnvoll zu warten, bis dein Kind mindestens einen Monat alt ist. Ansonsten könnte es durch den Schnuller zu einer Saugverwirrung kommen und das Stillen funktioniert nicht mehr so problemlos wie gewünscht. Das liegt daran, dass Neugeborene, die zu früh den Schnuller bekommen, keine effiziente Saugtechnik entwickeln und daher Probleme beim Saugen an der Brust haben könnten. Außerdem wird die Brust weniger stimuliert, wenn dein Baby einen Schnuller nutzt, weshalb sich die Milchbildung frühzeitig verringern könnte. Generell sollte der Schnuller nur als Hilfsmittel genutzt werden – etwa um die Kleinen beim Einschlafen zu unterstützen. Mach dir am besten schon in der Schwangerschaft deine Gedanken zu dem Thema, da auf der Entbindungsstation sicher nach einer Beruhigung mit Schnuller gefragt wird.

Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
  • Der Schnuller wirkt beruhigend
  • Kann Schmerzen bei Koliken und Blähungen minimieren
  • Kann zu Saugverwirrung führen
  • Ist oftmals ein Bakterienherd

Reinigung des Schnullers – am besten auskochen

Es gibt eine ganze Reihe an unterschiedlichen Methoden, mit denen du den Schnuller deines Kindes reinigen und sterilisieren kannst. Am beliebtesten ist immer noch das Auskochen. Dabei wird der Schnuller in einem kleinen, mit Wasser gefüllten Kochtopf fünf Minuten lang gekocht. Vorher solltest du die Luft aus dem Saugstück herausdrücken, da der Schnuller sonst an die Wasseroberfläche aufsteigt. Nach dem Kochen drückst du die Wasserrückstände ebenfalls aus dem Saugteil heraus.

Schonender für das Material ist die Reinigung im Vaporisator. Dabei handelt es sich um ein Gerät zur Sterilisierung von Flaschen und Schnullern mit Hilfe von heißem Dampf. Einen Vaporisator brauchst du vor allem dann, wenn du dein Kleines häufig mit Fläschchen fütterst. Dann kannst du den Sauger ganz einfach zusammen mit den Flaschen sterilisieren. Nur für die Reinigung des Schnullers lohnt sich die Anschaffung des Vaporisators allerdings nicht!

Ein probates Mittel zur Reinigung des Schnullers ist das Kaltsterilisieren. Dafür wird der Schnuller in eine Kaltlösung gegeben, die Bakterien entfernt. Jedoch kann es bei dauerhafter Benutzung der Kaltlösung dazu kommen, dass sich chemische Rückstände auf dem Sauger ablagern. Daher sollte das Kaltsterilisieren nur kurze Zeit angewandt werden, zum Beispiel auf Reisen.

Wichtig: Viele Eltern lecken den Schnuller ihres Kindes kurz ab, wenn dieser auf den Boden gefallen ist. Das solltest du auf jeden Fall unterlassen, da sich auf diese Weise Kariesbakterien von Erwachsenen auf den Mundraum des Kindes übertragen könnten oder sogar Pilze, Herpes und andere Infektionen!

Faktoren für einen guten Neugeborenen-Schnuller

KaufkriteriumMerkmale
Schnullergröße & Altersgruppe
  • Schnullergrößen und Altersangaben variieren von Hersteller zu Hersteller
  • nur null bis sechs Monate für Neugeborene geeignet
Material
  • Latex und Naturkautschuk als natürliches Material
  • elastischer und reißfester
  • Silikon ist geschmacksneutral und farblos
  • besonders für Kinder mit Latexallergie geeignet
Extras
  • Auf kiefergerechte Form achten
  • Möglichst mit Belüftungslöchern im Schild

Die bekanntesten Hersteller – NUK, Philips Avent oder MAM

Es gibt mittlerweile einige Hersteller von Neugeborenen-Schnullern, die mit immer wieder neuen Modellen und Weiterentwicklungen auf den Markt kommen. Zu den bekanntesten Marken gehören jedoch seit Jahrzehnten NUK, Philips Avent und MAM. Bei ihnen findest du die größte Auswahl an Schnullern in verschiedenen Formen, Materialien und Farben und vor allem spezielle Schnuller für Neugeborene. Falls dennoch nicht das Richtige dabei ist, lohnt sich ein Blick auf Nuckel der Marken Chicco, Dentistar oder Dr. Browns.

HerstellerBesonderheiten
NUK
  • Entwickelte Schnuller schon 1950
  • eigens entwickelte NUK-Saugerform für Flaschen und Schnuller
  • kiefergerecht
  • auch für Babys, die gestillt werden
Philips Avent
  • 1891 gegründet
  • sechs verschiedene Schnuller-Typen in drei Altersstufen
  • kiefergerecht
  • mit Details wie Leuchtelementen oder zusätzlichem Luftstrom
MAM
  • 1976 gegründet
  • Schnuller für vier verschiedene Altersgruppen
  • kiefergerecht
  • aus Latex oder Silikon
  • personalisierbare Schnuller, Schnullerketten und Schnullerboxen

Nicht nur bei den genannten drei Marken erhältst du eine große Auswahl verschiedener Schnuller für Neugeborene. Schau dich auch bei anderen Herstellern um sowie in Drogerieketten wie dm und probiere aus, welche Schnuller deinem Kleinen am meisten zusagen:

  • Dentistar
  • Nip
  • Reer
  • Chicco
  • Dr. Browns

Die 4 beliebtesten Schnuller für Neugeborene

Philips Avent Soothie 0-3 Monate

( Rezensionen)
Philips Avent Soothie 0-3 Monate

Besonderheiten

  • Material: Silikon
  • Gewicht: 40,8 g
  • Modell: SCF194/01
  • Menge: 2er-Pack
Der Soothie von Philips Avent wirkt besonders auf Neugeborene beruhigend. Zudem fördert er den natürlichen Saugreflex von Frühchen, wenn diese noch nicht so weit sind. Der Soothie orientiert sich an der Mutterbrust und kommt damit dem Stillvorgang sehr nahe. Die natürliche Entwicklung der Zähne und des Zahnfleisches wird gefördert, gleichzeitig sorgt das flexible und offene Saugerschild für eine gute Belüftung. Die Besonderheit beim Soothie von Philips Avent liegt darin, dass der Sauger auch bei stärkerem Saugen in der Mitte des Mundes bleibt und somit keinen Unterschied zum Stillen darstellt. Stillende Mütter berichten von positiven Erfolgen. Der Soothie ist geschmacks- und geruchsneutral sowie BPA-frei.
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MAM - Night Silikon 0-6

( Rezensionen)
MAM - Night Silikon 0-6

Besonderheiten

  • Material: Silikon
  • Gewicht: 40,8 g
  • Modell: 66523311
  • Menge: 2er-Pack
Der MAM Night Schnuller kommt im praktischen 2er-Pack. Er hat die besondere Eigenschaft, dass er im Dunkeln leuchtet und im Bettchen ganz einfach wiedergefunden kann. Das loben viele Kunden, wobei der Schnuller im Laufe der Nacht die Leuchtkraft verliert. Der Sauger in kiefergerechter, symmetrischer Form ist aus MAM Seidensauger-Silikon gefertigt und damit besonders weich und rutschfest. Dadurch bleibt der Sauger problemlos im Mund. Das symmetrische Schnullerschild ist mit Luftlöchern versehen, die eine ausgewogene Belüftung garantieren. Der Schnuller ist BPA-frei.
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NUK Genius Silikon-Schnuller für zarte Neugeborene

( Rezensionen)
NUK Genius Silikon-Schnuller für zarte Neugeborene

Besonderheiten

  • Material: Silikon
  • Gewicht: 36,3 g
  • Modell: 10175202
  • Menge: 2er-Pack
Dank seiner besonderen Größe ist der NUK Genius Schnuller besonders für kleine und sehr zarte Babys geeignet. Der Schnuller kommt im praktischen 2er-Pack. Er hat die Spezialgröße 0-2 Monate und wurde in Zusammenarbeit mit Medizin-Experten entwickelt. Die Saugspitze bei diesem Nuckel ist kleiner als üblich und optimal an die Gegebenheiten kleiner Neugeborener angepasst. Softkanäle an den Seiten des Mundstückes machen den Schnuller besonders weich und flexibel. Durch die kiefergerechte Form entsteht ein natürliches Sauggefühl, durch das auch die Kleinsten nicht beeinträchtigt werden, wenn es um das Stillen geht.
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Philips Avent Mini Schnuller 0-2 Monate

( Rezensionen)
Philips Avent Mini Schnuller 0-2 Monate

Besonderheiten

  • Material: Silikon
  • Gewicht: 49,9 g
  • Modell: SCF151/01
  • Menge: 2er-Pack
Der Mini Schnuller von Philips Avent ist ebenfalls besonders für Neugeborene geeignet. Das besonders leichte und kleine Saugerschild sitzt idle und berührt die Nase des Babys nicht. Dank der kiefergerechten Form und der besonders weichen und symmetrischen Verarbeitung behindert der Schnuller nicht die natürliche Entwicklung von Gaumen, Zähnen und Zahnfleisch. Der Sauger ist geschmacks- und geruchsneutral und BPA-frei. Kunden loben die im Lieferumfang enthaltene Hygienekappe, die unterwegs einfach aufgesteckt wird und den Schnuller bei Nichtbenutzung sauber hält.
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Kundenmeinungen & Tipps – nicht jede Mama gibt einen Schnuller

Laut der Studie „“Avon Longitudinal Study of Parents and Children (ALSPAC)““ haben zwei Drittel aller Mütter aus 10.950 Probanden ihrem Kind schon mindestens einmal den Schnuller gegeben. Die Hälfte der Mütter gab zudem an, dass sie einen Schnuller für ihr sechs Monate altes Kind nutzt und die meisten Mütter nutzten den Schnuller auch bei Babys, die vier Wochen alt waren. Babys und Kinder nehmen den Schnuller allgemein sehr gut an, da er ihnen ein beruhigendes Gefühl verschafft, auf diese Weise Gefühle der Anspannung lösen kann und den Saugreflex trainiert.

Viele Eltern sind dankbar, wenn ihnen der Schnuller ein paar ruhige Minuten verschafft, haben aber natürlich Angst vor einer möglichen Saugverwirrung, die das Stillen erschwert. Achte daher darauf, den Schnuller möglichst lange außen vor zu lassen.

Wenn du dich für einen Schnuller entscheidest, solltest du auf die richtige Größe und Altersangabe achten. Dank der Kirschform ist ein Schnuller der Brustwarze recht ähnlich und verringert eine mögliche Saugverwirrung. Daher empfehlen viele Mütter diese Form, gepaart mit weichem Silikon, das angenehm im Mund des Neugeborenen liegt. Andere wiederum versuchen ganz ohne Schnuller auszukommen, um den natürlichen Saugreflex ihres Babys nicht zu mindern und um sicherzustellen, dass die Brust ausgiebig stimuliert und dadurch genügend Muttermilch produziert wird.

Fazit – recht umstrittenes Thema

Generell sind Schnuller ein umstrittenes Thema, gerade was Neugeborene betrifft. Viele Mediziner befürchten, dass durch die häufige Benutzung Zahnfehlstellungen zunehmen und immer mehr Probleme bei der Artikulation und Aussprache auftreten. Andererseits sind Eltern dankbar, wenn das Kind eine Möglichkeit hat, sich selbst zu beruhigen und wenn es dank Schnulli entspannter schläft. Wichtig ist vor allem, den Schnuller nicht zu früh zu geben, damit sich das Baby nicht schon kurz nach der Geburt daran gewöhnt. Außerdem sollte er nicht zum täglichen und dauerhaften Begleiter werden, sondern wie ein besonderes Extra behandelt werden.

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